Andachten

Andacht

Andacht 08.01.2019

08. Januar 2019 | Nicole Günther

Andacht 08.01.2019

Bildnachweis: joexx / photocase.de

Sechs Tage vor dem Passafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den Jesus
auferweckt hatte von den Toten. Dort machten sie ihm ein Mahl, und Marta diente bei Tisch;
Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen. Da nahm Maria ein Pfund Salböl
von unverfälschter, kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haar
seine Füße; das Haus aber wurde erfüllt vom Duft des Öls.

Die bereits in der Antike bekannte Narde ist eine Nutz- und Heilpflanze aus dem Himalaya, aus der Salben und kostbarste Öle hergestellt wurden. Nardenöl war heiliges Salböl und damit ausschließlich für Könige, Priester und hohe Eingeweihte bestimmt. So verwundert es nicht, dass Reste dieses Öls im Grab des altägyptischen Pharaos Tutanchamun gefunden wurden. Maria brachte zu einem Festmahl ein Pfund reines, kostbares Nardenöl im Wert von 300 Silberstücken mit, womit sie Jesus salbte. Der damalige Tageslohn eines Arbeiters betrug etwa ein Silberstück, sodass dieses Pfund Nardenöl einem derzeitigen Wert von etwa 20.000 Euro entspricht. Auch heute gehört Nardenöl mit rund 290 Euro pro 500 ml zu den teuersten Ölen der Welt.
Was trieb Maria zu dieser Handlung an? Die Überschrift in der Übersetzung „Hoffnung für alle“ heißt: „Ein Vermögen für Jesus.“ Jesus hatte bei der Auferweckung von Lazarus – Marias und Martas Bruder – bereits auf seinen eigenen Tod und die Auferstehung hingewiesen. Maria erkannte, dass Jesus der König aller Könige ist, und wusste um die Kostbarkeit seiner Person. Sie wusste, dass er sterben würde, um dadurch den Weg zu Gott für sie selbst und für die gesamte Menschheit frei zu machen und um den Tod endgültig zu besiegen. Maria wusste, dass an Karfreitag nicht nur Nardenöl im Wert eines damaligen Jahreslohns, sondern das unbezahlbare Blut des Sohnes Gottes vergossen würde. So salbte Maria Jesus zum König in dem Wissen, dass der Wert des Öls nicht annähernd ausreichte, um Jesus angemessen zu ehren. Doch aus Dankbarkeit konnte sie nicht anders, als alles zu geben, was sie zur Verfügung hatte.
Ich wünsche dir diese überströmende Dankbarkeit, die auch dich bereit macht, deine verfügbaren Mittel, deine Gaben und dein gesamtes Leben Jesus zur Verfügung zu stellen.

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