Andachten

Andacht

Andacht 14.01.2021

14. Januar 2021 | Friedhelm Klingeberg

Andacht 14.01.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz
gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.

„Lieber Herr Klingeberg, wird es auf der neuen Erde auch künstliche Intelligenz geben?“ Spontan musste ich in mich hineinlachen. Was für eine Frage! Spontan würde ich nein sagen, denn wo Gottes Schöpferkraft wirkt, ist alles echt und original. Da wird es keine künstliche, wohl aber jede Menge göttlicher Intelligenz geben. Sie wird alles übertreffen, das sterbliche Menschen, die noch dazu auf einem vom Bösen demolierten Planeten leben, sich vorzustellen vermögen. Und doch bewegt die Frage nach den Lebensbedingungen auf der neuen Erde offenbar viele Menschen. Sie wurde mir jedenfalls, in all den Jahren als Kursbetreuer beim Bibelstudien-Institut, oft gestellt. Das ist keineswegs verwunderlich. Schon die Gläubigen des Alten Bundes sehnten sich nach der von Gott versprochenen neuen Welt. Bibelleser kennen die emotionalen Bilder von Wolf und Schaf, die nebeneinander weiden, oder dem kleinen Kind, welches die Gesellschaft von Löwen nicht fürchtet (Jesaja 11,6 und 65,25). In der Offenbarung versucht Johannes konkrete Beschreibungen der von Gott geschaffenen Herrlichkeit zu zeichnen, aber am Ende muss es doch immer bei einem unvollständigen Versuch bleiben, weil sich göttliche Schönheit mit menschlichen Worten nicht beschreiben lässt. Weil das so ist, habe auch ich bei der Frage, wie das Leben in der Ewigkeit sein wird, letztlich immer passen müssen. Gottes Wort aber hat sehr wohl eine Antwort auf diese Frage, denn unser Andachtstext für den heutigen Tag ist spätestens auf den zweiten Blick mehr wert als jeder bruchstückhafte Versuch einer konkreten Antwort. Ausgerechnet der manchmal so trocken wirkende Paulus öffnet uns eine Perspektive der Ewigkeit, indem er sagt: Was Gott für seine Kinder in der Ewigkeit vorbereitet hat, wird nicht nur jede menschliche Vorstellungskraft, sondern auch unsere kühnsten Phantasien weit übertreffen. Wir dürfen träumen und sicher sein, dass Gott weit mehr für uns vorbereitet hat, als wir überhaupt fähig sind uns vorzustellen. Ich wünsche dir, dass dieser Traum von der Ewigkeit dir auch den heutigen Tag hell und leicht werden lässt. 

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